Vom Wörther- an die Ostsee: Julia findet eine neue Heimat

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Von Klagenfurt…

Etwas mehr als tausend Kilometer trennen die Residenzstadt Schwerin im Herzen Westmecklenburgs von den Kärntner Karawanken – jener Gebirgskette, mit der die Natur einst eine felsige Grenze zwischen dem südlichsten Bundesland Österreichs, Kärnten, und dem heutigen Slowenien zog. Den Ausblick auf eben diese Berge konnte Julia genießen, als sie vor rund zehn Jahren ihr Diplomstudium in Klagenfurt am Wörthersee – der Landeshauptstadt Kärntens – absolvierte. Von Schwerin hatte sie zu diesem Zeitpunkt noch nie etwas gehört.

Hamburg, Rostock, Berlin – diese drei Zentren im norddeutschen Raum waren ein Begriff, doch Mecklenburg-Vorpommern als solches ist am geistigen Horizont des Kärntners, der seine Brötchen selbst mit Tourismus und Landwirtschaft verdient, kaum präsent. Warum auch in die Ferne schweifen, wenn man zuhause beliebte Seen wie den Wörthersee (bekannt durch die Fernsehserie „Ein Schloss am Wörthersee“ sowie zahlreiche Sechzigerjahre-Romanzen mit Uschi Glas) und viele weitere vor der Haustüre hat?
Das dachte sich auch Julia, die es sich in Klagenfurt gemütlich gemacht hatte und eigentlich niemals fort wollte.

 

… über Wien und Hamburg…

Doch wie das Leben so spielt, stand mit dem Diplom auch ein Umzug nach Wien, der österreichischen Hauptstadt, ins Haus. Drei Jahre hielt sie es dort aus, während die neoklassizistischen und bei Touristen weltweit beliebten Sehenswürdigkeiten vor dem Hintergrund großstädtischer Unannehmlichkeiten wie Verkehr, Lärm und Stress immer mehr verblassten.

Dann folgte die nächste berufliche Station und auch diese war mit einem Umzug verbunden: Hamburg hieß das Ziel – der Kulturschock war entsprechend groß. Doch kaum waren die erste Sturmflut und auch der erste norddeutsche Winter – viel Wind, kaum Schnee – überstanden und der Gaumen an nordische Gepflogenheiten angepasst, fand Julia sie doch: die Liebe zum Norden.

 

… nach Westmecklenburg

Von Hamburg war es dann nur noch ein Katzensprung – und ein weiterer beruflicher Wechsel – der sie ins rund eine Stunde entfernte Schwerin verschlug.

Schwerin erinnert sie, so sagt die Neu-Westmecklenburgerin, an Klagenfurt. Denn kurze Wege – allesamt mit dem Drahtesel bestreitbar, eine überschaubare Einwohnerzahl, ein vielfältiges kulturelles Angebot sowie zahlreiche Naherholungsmöglichkeiten und unberührte Natur überzeugten, zu bleiben. Die endlosen Radwege entlang der Schweriner Seen sind für die passionierte Läuferin ein besonderer Pluspunkt, denn am Laufband – das lernte sie in Wien und Hamburg – macht das abendliche Jogging einfach keinen Spaß.

Julia ist überzeugt: Schwerin ist die ideale neue Heimat für all jene, die Stress und Trubel der Großstadt hinter sich lassen und inmitten von sieben Seen zur Ruhe kommen möchten. Die Immobilienpreise sind ideal geeignet für Young Professionals und Jungfamilien, die medizinische Versorgung kennt lange Terminvergabezeiten wie in Hamburg nicht annähernd. Die umliegenden mecklenburgischen Schlösser mit ihren spannenden Museen und das große Veranstaltungsangebot im Landkreis bieten die perfekte Kulisse für Wochenendausflüge.

Und wenn es dann doch einmal zu ruhig wird, liegt das „Tor zur Welt“ ja auch nur eine Stunde Fahrzeit entfernt.

 


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