10 Dinge, die Du über Wismar wissen musst

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1. Wismar – UNESCO-Welterbe

Seit 2002 gehört die Altstadt Wismars zum UNESCO-Welterbe. Durch den nahezu unveränderten mittelalterlichen Grundriss lässt sich noch heute erleben, wie die Hansestadt während der Blütezeit des Städtebundes im 14. Jahrhundert aussah. Die zum Wismarer Hafen fließende „Grube” ist der letzte erhaltene künstlich angelegte mittelalterliche Wasserlauf in einer norddeutschen Altstadt.

Zusammen mit der Altstadt in Stralsund erstreckt sich das Welterbegebiet über eine Fläche von 168 Hektar. Das sind mehr als 235 Fußballfelder voll spannender Geschichte und imposanter Architektur, von denen sich etwas mehr als die Hälfte in Wismar befindet. Wer mehr zu dem Thema erfahren will, der ist im Wismarer Welt-Erbe-Haus genau richtig.

 

 

 

 

 

2. Wismar – Wiege der Hanse

Zur Sicherung der Handelswege auf See und an Land, vor allem aber zum Schutz vor Seeräubern, schlossen sich die Ostseestädte Lübeck, Wismar und Rostock im Jahr 1259 zu einem Dreibund zusammen. Mit dieser Kooperation, der bald weitere Städte wie Stettin oder Greifswald beitraten, wird die Gemeinschaft der Hanse ins Leben gerufen.

Von nun an florierte der Handel über die Ostsee und ins Binnenland. In Wismar wurde vor allem Fisch und Gewürze, Wachs, Malz und Salz umgeschlagen. Während der Blütezeit der Hanse entwickelte sich Wismar zu einer wohlhabenden Stadt, davon zeugen noch heute die mächtigen Sakralbauten und die imposante Backsteingotik. Im 16. Jahrhundert verlor die Hanse wieder an Bedeutung.

3. Wismar – Hier wird Großes geschaffen

Ozeanriesen made in Wismar?
Na klar doch, denn Schiffbau hat in der Hansestadt eine beeindruckend lange Tradition. So kommt es auch, dass hier eine der größten Dockhallen Europas steht. In der schon von weitem sichtbaren riesigen blauen Halle der MV Werften werden Schiffe der Extraklasse wie Expeditionsyachten, Luxus-Flusskreuzfahrtschiffe und maßgeschneiderte Megaliner gebaut.

4. Wismar – Hier war Störtebeker wirklich

Während des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufschwungs der Hansezeit zog Wismar viele Kaufleute, Händler, Seefahrer und Fischer an. Verbunden mit dem neuen Reichtum kamen zugleich Seeräuber und Piraten in die Stadt. Auch der sagenumwobene Freibeuter Klaus Störtebeker wollte im wohlhabenden Wismar Beute machen. Seine Zeit in der Hansestadt ist sogar im ältesten Wismarer Gerichtsbuch aktenkundig belegt: Im Jahr 1380 war er in eine Schlägerei verwickelt.

5. Wismar – Hochschulstandort mit Meerwert

Schon seit mehr als 100 Jahren gibt es die Hochschule Wismar. 1908 mit zwei Lehrkräften gestartet, bietet sie mittlerweile an ihren drei Fakultäten mehr als 160 akkreditierte Studiengänge in den Bereichen Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften sowie Gestaltung an. Die Vernetzung dieser drei wissenschaftlichen Schwerpunkte ist ein besonderes Markenzeichen der Hochschule.

6. Wismar – Zankapfel in Schwedisch-Pommern

Im Jahr 1632 wurde Wismar durch schwedische Truppen eingenommen und anschließend zur größten Festung Europas ausgebaut. Die Stadt war wegen ihrer strategischen Lage und ihres verbliebenen Reichtums ein ständiges Streitobjekt der nordischen Mächte. Nach einem hundertjährigen Pfandvertrag für 1.250.000 Taler wurde Wismar erst 1903 endgültig wieder an Mecklenburg zurückgegeben. Aus den Südschweden wurden wieder Mecklenburger.

Mit den einstigen Besatzern verbindet die Hansestadt heute eine enge Freundschaft. Daher wird mit dem alljährlichen Schwedenfest an die 155-jährige Zugehörigkeit zum Königreich Schweden erinnert.

 

7. Wismar – Tor zur Welt

In Wismar befindet sich der zweitgrößte Ostseehafen Mecklenburg-Vorpommerns, der zugleich auch südlichster Ostseehafen Deutschlands ist. Aus über 800-jähriger Tradition ist aus dem Seehafen Wismar ein modernes Logistikunternehmen entstanden. Die Nord-Süd-Verkehre zwischen Skandinavien, dem Baltikum, Russland und Mitteleuropa finden hier exzellente Anbindungen für den Transport auf der Straße, auf der Schiene und zur See.

8. Wismar – Deutschlands nördlichste Sektkellerei

Während der Hansezeit war Wismar ein wichtiger Umschlagplatz für den Weinhandel. Die Stadt bewahrte seine große Weintradition über viele Jahrhunderte. Deswegen entstand hier wohl auch Deutschlands nördlichste Sektkellerei, die Hanse Sektkellerei Wismar. Übrigens stammt das alte Gemäuer, in dem heute die Sektflaschen gären, wahrscheinlich schon aus dem 17. Jahrhundert und ist Teilstück der alten Stadtbefestigung.

9. Wismar – eine filmreife Kulisse

Achtung Dreharbeiten!
Diese Hinweise kann man in der Hansestadt regelmäßig finden. Denn hier wird schon seit 2004 die mittlerweile 16. Staffel der beliebten ZDF-Krimiserie „SOKO Wismar“ gedreht. Aber auch Kinohits, z.B. „12 Meter ohne Kopf“ mit Matthias Schweighöfer werden hier produziert.

In Wismar wurde übrigens auch einer der allerersten Horrorstreifen der Filmgeschichte gedreht. Im ersten Dracula-Film mit dem Titel “Nosferatu” aus dem Jahr 1922 sind u.a. der Wismarer Marktplatz mit der Wasserkunst, der Hof der Heilig-Geist-Kirche und das Wassertor zu sehen.

 

10. Wismar – Mumme

Das Wismarer Bier galt zu Zeiten der Hanse als Exportschlager. Nach ganz Europa wurde die sogenannte „Wismarer Mumme“ geliefert. Damals hatten immerhin 182 Kaufleute in Wismar das Braurecht und verhalfen der Hansestadt nicht nur zu Bekanntheit und Ehre, sondern auch Reichtum. Heute ist davon noch das Brauhaus am Lohberg übrig und setzt Wismars Brautradition fort.


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