Zuhause ist, wo das Herz schlägt

Ludwigslust Johannes Franke vergrößern

„Ich bin der einzige, den ich an der Uni kenne, der nach dem Studium wieder zurück nachhause will“, sagt Johannes, 21. Der gebürtige Ludwigsluster studiert derzeit Geographie in Halle an der Saale, Sachsen-Anhalt.

Von einem der auszog, um zurückzukehren

Im Vergleich zu seiner Heimatstadt Ludwigslust mit rund 12.500 Einwohnern ist Halle mit seiner die Zweihunderttausender-Marke knackenden Bevölkerung eine echte Großstadt. An jeder Ecke Veranstaltungen, viele Studenten, immer etwas los – das gibt es in Ludwigslust nicht. Johannes wundert es nicht, dass die meisten jungen Leute wegziehen.

„In Hamburg verdient man eben viel mehr und das Freizeitangebot für Menschen in meinem Alter ist größer“, kennt er die Gründe. Trotzdem möchte Johannes nach seinem Masterstudium zurück in die Heimat. „Hier wohnen meine Familie und meine Freunde. Außerdem liebe ich die vielfältige Naturlandschaft Westmecklenburgs und die Ruhe“, schwärmt er.

Den Trubel einer Großstadt brauche er nicht, der sei ihm auf Dauer zu viel: „Aber einmal im Leben wollte ich etwas anderes sehen, deshalb studiere ich in Halle.“ Komme was will – selbst ein Top-Jobangebot könnte Johannes nicht in die Ferne locken, da ist er sich sicher. „Ich bin einfach viel zu gerne zuhause in meiner gewohnten Umgebung. Süddeutschland oder die Schweiz wären mir viel zu weit weg“, erklärt der Student selbstbewusst.

Engagiert für die Heimat

Auch den Studienzweig Geographie hat er nicht zufällig gewählt: Johannes spezialisiert sich auf Raumentwicklung, Raumplanung sowie Wirtschafts- und Sozialgeographie. Was er mit seinen an der Universität Halle erworbenen Kenntnissen anfangen will, weiß er nämlich auch schon ganz genau. „Ich möchte später in meiner Heimat Westmecklenburg arbeiten, sie aktiv mitgestalten und mitentwickeln. Deshalb spezialisiere ich mich im Planungsbereich“, erklärt der engagierte Geographiestudent.

Erste Berufserfahrungen in seinem angestrebten Bereich sammelte er im Rahmen eines Pflichtpraktikums in den Sommerferien: Bis September 2017 war er als Praktikant der Stadt Ludwigslust für verschiedene Datenerhebungen rund um den Ludwigsluster Wochenmarkt zum Beispiel eine Kundenpotentialanalyse zuständig. Zusätzlich begleitete er die diesjährige Velo Classico 2017 organsiatorisch – ein alljährliches Highlight in seiner Heimatstadt. „Es war toll, einmal einen anderen Blick auf die Dinge zu bekommen, die man sonst nur in der Zeitung liest“, schwärmt Johannes von seinem Praktikum.

Auch für Junge ist genug los

Johannes möchte zurück nach Ludwigslust, um sich für seine Heimat einzusetzen

Johannes möchte zurück nach Ludwigslust, um sich für seine Heimat einzusetzen

Toll findet Johannes auch, dass in Ludwigslust und der Umgebung junge Familien beim Grundstückskauf durch Förderungen unterstützt werden. „Ich würde mir wünschen, dass es noch mehr solcher Angebote gäbe, um junge Menschen wie mich und meine Freundin zum Bleiben oder zur Rückkehr nach Studium oder Ausbildung zu motivieren“, schildert der junge Westmecklenburger seine Ideen für die Zukunft.

Damit das klappt, sollte auch im privaten Umfeld mehr für seine Heimatregion geworben werden, findet er. „Das kann man ja nicht alles den Institutionen überlassen. Das Wort von Freunden oder Bekannten wiegt schließlich immer schwerer als der Slogan einer Werbekampagne – und Westmecklenburg muss sich wirklich nicht verstecken! Das Leben hier hat viele Vorteile wie die Nähe zur Ostsee und die tolle Natur, in der man eine Pause vom Alltag einlegen kann. Auch die Mentalität der Menschen hier im Norden ist unvergleichbar. Großstadtprobleme wie hohe Mieten oder Anonymität gibt es in Westmecklenburg nicht. In Ludwigslust, Parchim, Grevesmühlen, Schwerin und so weiter gibt es außerdem ein großes Kulturangebot – das Vorurteil, hier wäre nichts los, stimmt also nicht“, zählt Johannes die vielfältigen Argumente, die für Westmecklenburg sprechen, auf.

„Ich kann nur jedem empfehlen, sich selbst von den Vorzügen Westmecklenburgs zu überzeugen!“ Man merkt, Johannes liebt und lebt für seine Heimat – für Westmecklenburg.


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